Screencasts

Veröffentlicht von Sabine Schermeier am

Screencasts

Einführung

Lehrende setzen eigene Screencasts gerne ein, wenn bestimmte Inhalte aus der Präsenzzeit ausgelagert werden sollen. Screencasts sind Videoaufzeichnungen von Aktivitäten auf einem Computerbildschirm.

Einsatzszenario

Die Aufnahme von Screencast erfolgt über eine Software, die entweder auf dem Computer installiert oder online verfügbar ist. Mit dieser Software können alle Abläufe auf dem Bildschirm aufgezeichnet und um Audiokommentare ergänzt werden. 

Verschiedene Einsatzszenarien sind denkbar. So können Screencasts verwendet werden, um Präsentationen zu vertonen, mit denen Studierende sich auf eine Lehrveranstaltung vorbereiten können. Lehrende nutzen Screencasts ebenfalls, um komplexe Sachverhalte schrittweise zu erklären, beispielsweise mit Hilfe von Software, die handschriftliche Einträge und Markierungen auf dem Bildschirm ermöglicht.

Screencasts helfen, individuell zu lernen. Ähnlich wie bei interaktiven Videos oder Vorlesungsaufzeichnungen können Studierende mit Screencasts in ihrer eigenen Lerngeschwindigkeit lernen. Insbesondere bei der Prüfungsvorbereitung helfen sie Studierenden, Schlüsselkonzepte und Methoden zu wiederholen.

Häufig werden Screencasts verwendet, um Lernfilme zur Verwendung von Software zu erstellen. Wenn Studierende ein bestimmtes Softwareprogramm (z.B. Simulationen und CAD-Programme) anwenden sollen, werden sie anhand eines Screencasts in die Handhabung eingeführt.

Microsoft-Anleitung
Beispielvideo: Handschriftliche Erkärung

Tipps zur Umsetzung

Bevor man mit der Produktion eines Screencasts startet, sind einige grundsätzliche Fragen zu klären:

  • Welche Inhalte möchte ich abbilden?
  • Welche Ziele verfolge ich mit dem Screencast?
  • Ist ein Video überhaupt das richtige Medium zur Erreichung dieser Ziele?

Sehr hilfreich für die Produktion von Screencasts ist ein Drehbuch. Hierin planen Sie Schritt für Schritt, welche Aktivitäten auf dem Bildschirm gezeigt werden und wie der Sprechertext dazu lautet. Formulieren Sie nicht zu kompliziert, sondern in gesprochener Sprache.

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Bei Screencasts ist ein sogenannter „quick & dirty appproach“ in Ordnung; kleine Versprecher sind also vertretbar. Achten Sie jedoch darauf, dass der Desktop aufgeräumt und eine gute Bild- und Tonqualität gewährleistet ist. Verwenden Sie ein Headset mit Mikro bzw. ein SmartphoneKopfhörer mit Mikro für Tonaufnahmen oder sogar ein SingleMikrofon.

Achten Sie darauf, dass Studierende nicht nur passiv rezipieren. Hierzu können Sie aktivierende Fragen in das Video einbauen oder aber Sie stellen Worksheets zur Verfügung, die Studierende beim oder nach Betrachten des Videos bearbeiten.

Ganz wichtig: Screencasts sollten kurz gehalten werden – zu empfehlen sind zwei bis fünf Minuten. Denn nach sechs Minuten nimmt die Aufmerksamkeit der Studierenden bereits leicht ab (vgl. Brame, 2015).

Um die Videos vielfältig einsetzen zu können, teilen Sie Ihre zu vermittelnden Inhalte möglichst in mehrere abgeschlossene Einheiten auf.
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Tools für die Erstellung

Für die Erstellung von Screencasts können Lehrende an der HCU Camtasia nutzen. Techsmith stellt Tutorials bereit. Für HCU-Lehrende gibt es dieses Selbstlernangebot.

Mit Snagit steht ein tolles Tool bereit, mit dem Screenshots erstellt, bearbeitet und annotiert werden können. Hier finden Sie Video-Tutorials zu Snagit. Lizenzen für Camtasia und Snagit sind über den HCU Softwarekiosk erhältlich.

Natürlich kann man auch in Powerpoint seine Folie vertonen. Eine Anleitung findet sich hier

Ablage und Abspielen der Videos

Für die Ablage und Verteilung von Videos können HCU-Lehrende das Lernmanagementsystem moodle oder die HCU-Cloud sowie die Plattform VIMP nutzen. VIMP hat ein Rollen- und Rechtemanagement, so dass Sie das Herunterladen und Teilen unterbinden und die Videos nur einem definierten Teilnehmendenkreis zugänglich machen können

Sie wollen Ihr Screencast auf einer öffentlichen Plattform publizieren (z.B. YouTube o.ä.)? Überlegen Sie vorab, unter welcher Lizenz Sie veröffentlichen möchten. Um eine Weiterverarbeitung des Screencasts zu ermöglichen, bieten sich bspw. die Creative-Commons-Lizenzen an.

Screencasting direkt im Browser

Mit der Open Source Software Opencast Studio können Sie direkt im Browser Screencasts erstellen. Für HCU-Lehrende steht zu Opencast Studio dieser Selbstlernkurs zur Verfügung.

Literatur